Mieterhöhung? Nein, danke!

11 Dez

MieterhöhungSchlechte Nachrichten: Ende September erhielten wir einen Brief unserer Hausverwaltung: Die Miete solle ab Dezember 2015 steigen. Laut Gesetz darf die Miete bis zu 15% im Vergleich zum Mietpreis vor 3 Jahren steigen, allerdings nicht zweimal innerhalb eines Jahres.Nachdem ich einige Nachbarn gefragt hatte, wurde klar, dass die Hausverwaltung vielen im Haus eine Mieterhöhung vorgelegt hatte. Da wir erst vor 3 Jahren in unsere Wohnung eingezogen sind und damals einen Staffel-Miet-Vertrag unterschrieben hatten, war die vorgeschlagene Erhöhung nicht unverhältnismäßig (+/- 5%). Trotzdem wollten wir uns erstmal schlau machen.

Nach einem Beratungsgespräch mit dem Berliner Mietverein haben wir unsere Wohnung  auf Sondermerkmale geprüft und geschaut, wie hoch ein fairer Mietpreis in unserer Nachbarschaft wäre. Im Ergebnis und nach Blick auf den Berliner Mietspiegel 2015, kamen wir auf einen anderen Mietpreis als den von unserer Hausverwaltung geforderten (€5,1/m² statt €6,3/m²).

(Eine Orientierung über die Höhe der ortsüblichen Mietpreise bekommst Du über den kostenlosen Abfrageservice der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin)

Statt die Mieterhöhung zu akzeptieren – Achtung: Nicht zu reagieren ist keinen kluge Wahl! – haben wir eine Beschwerde geschrieben: Der vorgeschlagene Mietpreis sei dem Zustand der Wohnung nicht angemessen und nicht konform zum Mietspiegel.

Zwei Monate später, die „Zustimmungsfrist“ war schon abgelaufen, kam die Antwort der Hausverwaltung: „Ein Mieterhöhungsverlangen sei nicht gerechtfertigt. […] Die Nettokaltmiete verbleibt damit unverändert.“ Gute Nachrichten!

Widerspruch garantiert natürlich noch lang keinen Erfolg, aber dieses Beispiel soll zeigen, dass es sich manchmal eben doch lohnt.

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