Gentrifizierung – was tun gegen die Ohnmacht?

20 Mär

Etwas verspätet und trotzdem (leider) brandaktuell:

Ende Mai 2016 hat eine Arbeitsgruppe die Thementage „Wohnen und Gentrifizierung“ organisiert und veranstaltet. An drei Tagen gab es ein durchaus abwechslungsreiches Programm, um dem Schreckgespenst Gentrifizierung kraftvolles Handeln entgegensetzen zu können. Denn tatsächlich gibt es Möglichkeiten, um in dieser Richtung aktiv zu werden:

a) Informieren

Der Blog vom „Gentrifizierungspapst“ Andrej Holm enthält schön viel Lesestoff, wenn man sich mal über Gentrifizierung informieren möchte. Eine Liste seiner Publikationen ist hier.
Eine Karte zu den aktuellen Mietpreisen in Berlin zeigt zunächst, dass überall in Berlin sich die Mieten z.T. drastisch erhöht haben. Eine einfache Erklärung ist, dass die Bevölkerung in Berlin schneller wächst als das (bezahlbare) Wohnraumangebot. Zudem wächst die Zahl der Single-Haushalte weiter an.
Wenn man eine Mieterhöhung bekommen hat und wissen möchte, ob die Erhöhung generell okay ist, kann man mal den Berliner Mietspiegel konsultieren, der die Durchschnittsmietpreis im Kiez, abh. von der Qualität der Wohnung angibt.
b) Mieterverein beitreten
Ansonsten: es lohnt sich generell, einem MieterInnenverein beizutreten, einfach schon aus Solidarität mit Leuten, die Stress mit ihrem Vermieter haben. Man bekommt Rechtsberatungen und in konkreten Fällen auch juristischen Beistand vom Mieterverein. Eine Übersicht gibt´s hier.
c) Nachbarschaftliche Beziehungen aufbauen
Baut Beziehungen zu euren Hausnachbar*innen auf: die meisten Probleme betreffen alle und können gemeinsam besser gelöst werden. Wie das gehen kann: http://weddingwandler.de/wie-erreiche-ich-meine-direkten-nachbarn-im-haus/ und http://weddingwandler.de/schwarze-tonnen-austauschen/. Die Signalwirkung einer intakten Hausgemeinschaft an einen Vermieter ist nicht zu unterschätzen! Manche Mietervereine honorieren auch einen gemeinschaftlichen Eintritt in einen Verein mit Ermäßigungen.

 

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